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Leidenschaft von der Wiege an
Portrait inside!
"Mit viel Liebe zum Detail und Fingerfertigkeit geht unser Kollege Holger Späing aus Hannover seinem Hobby Modelleisenbahn nach." So beginnt mein Portrait in der Ausgabe Juli 2005 unserer Mitarbeiter-
zeitschrift
inside!



"Was ist daran so besonders?", wird sich nun mancher fragen. Um dies beantworten zu können, habe ich diese Chronik meines Modellbahnlebens erstellt. Sie werden sehen, dass ich nicht irgendein gewöhnlicher Bahnfan bin...
Die Spurweite Z ist eine Randspurweite, mit der sich eben nicht die Masse der Modellbahnanhänger beschäftigt. Für mich lag eben hier die Herausforderung einzusteigen - bzw. umzusteigen, denn das war eben nicht der Anfang der Geschichte.

Die beginnt 1974 mit meiner Geburt. In meiner Heimatstadt Dortmund wäre ich aber nicht zur Bahn gekommen. Der Weg dorthin führte zu meinen Großeltern nach Rheine (Westfalen) - Synonym für die letzten Dinosaurier auf der Emslandstrecke in Diensten der Deutschen Bundesbahn. Gemeint sind natürlich die allerletzten Dampfloks der Baureihen 012, 042 und 043 - die letzte 011 hatte sich damals schon verabschiedet.

Doch gerade die schweren Dreizylinder-Maschinen hatten einen "besonderen" Sound, der sich schon früh in meine Säuglingsohren einbrannte. Gefallen haben mir vor allem 012 mit Personenzügen, denn ich wollte ja Dampfloks sehen (und hören), nicht eine Schlange aus fast 50 Güterwagen, auch wenn dort noch Vorspann mit am Haken war.

Mit 9 Monaten habe ich schon Laufen gelernt: Mich zog es zum 50 Meter entfernten Bahnübergang. Ganz vorne an der Schranke mitten auf der Straße wollte ich stehen, damit ich mich vom Dampf einhüllen lassen konnte und zu den für Kinderaugen noch höher als 2 Meter wirkenden Treibrädern heraufschauen konnte.

Mein Vater - damals selbst Angestellter der Bundesbahn - war nicht gerade erfreut über diese Leidenschaft, gab es doch jetzt keinen Feierabend mehr. Zum Leid meiner Mutter lautete mein erstes Wort dann auch noch "Eisen" - Raten Sie doch mal, was das hieß? Meist habe ich es benutzt, um Bescheid zu sagen, dass ich "mal kurz" zur Schranke bin...

Mit 3 1/2 Jahren war am 26. Oktober 1977 der Spaß dann vorbei: Die DB hatte sich das Rauchen abgewöhnt. Mein Vater erklärte mir, dass ich mir nun einen anderen Berufswunsch an Stelle von "Dampflokführer" suchen müsse. Trösten konnte mich jetzt nur noch eine Modellbahnplatte, die er dann für mich baute. Der Grundstein für mein Hobby war gelegt, denn jetzt war ich Märklin-Lokführer. Die Platte ist heute noch unversehrt vorhanden, von ein paar abgebrochenen Bäumen mal abgesehen.
Nun geht es recht schnell: Ich möchte Modelle bauen, nicht damit spielen. So begann dann mit 8 Jahren auch das aktive Schaffen zusammen mit meinem besten Freund; die größte H0-Anlage wuchs bis auf 25 qm (bestehend aus Segmenten) an.

Während sich seine Interessen nach und nach in Richtung Autos verlagerten, blieb ich aber der Schiene und Märklin treu. 1987 folgte dann der Umstieg auf Spur Z.

Anderen war sie zu klein, um damit und dafür etwas zu bauen. Hinzu kam ein spärliches Zubehörsortiment. So wollte ich nun endlich beweisen, warum es Modellbau heißt!
Ende 1977: Holger mit der Märklin-H0-Anlage
Das vorläufige Highlight gelang dann mit der Arbeitsgemeinschaft IVzett. Im April 2005 präsentierte dieses privates Team sein erstes Projekt: eine Diesellok der Baureihe V36 im Maßstab 1:220! Nur 4,1 cm misst das Modell über Puffer. Doch selbst seine Fahreigenschaften wurden wegen seines Glockenankermotors und ausgetüftelten Getriebes in der Fachpresse wärmstens gelobt. Hagen von Ortloff (Fernsehreihe "Eisenbahn-Romantik") habe ich bei den Dreharbeiten zu Kameramann Andreas Stirl sagen hören: "Die fährt ja richtig schön langsam." Ein Riesenlob für eine so kleine Rangierlok!

Welches Kleinserienmodell in Spur Z kann das schon von sich behaupten?

Mit diesem bundesweiten Team macht das Hobby nun noch mehr Spaß. Mehr über uns erfahren Sie deshalb auch noch auf der Seite "
IVzett" und über "Link " auf den privaten Seiten der Mitglieder.

Wie es weiter geht? Das weiß ich heute auch noch nicht so genau...
Logo der Arbeitsgemeinschaft IVzett
Vorn: V36 032 (DR Ost) - hinten: V36 225 (DB)